Diamond Education Polier- und Schliffverfahren

Bewertung

Sobald eine vollständige Überprüfung jedes Rohdiamanten stattgefunden hat, wird der Stein so markiert, dass man die größtmöglichste Rentabilität aus dem Rohmaterial bekommt. An diesem Punkt müssen bereits die Form des Rohdiamanten und die Lage der Einschlüsse in Betracht gezogen werden. Der Markierer oder Planer muss sich für die Richtung der Spaltung des Rohdiamant entscheiden. Aufgrund seiner Kristallstruktur kann der Stein in vier Richtungen gespalten werden, die parallel zu den Kristallflächen des Oktaeders verlaufen.

Spalten

Wenn der Planer bestimmt, dass der Stein gespalten wird, übernimmt der Spalter diese Aufgabe. Große Diamanten werden oft vorgeformt, indem sie in durch Spaltung in kleinere Stücke zerteilt werden, die dann besser weiterverarbeitet werden können. Bei Steinen, die beträchtlich groß und wertvoll sind, kann die Spaltung jedoch beim kleinsten Fehler durch den Spalter den auch Diamant zertrümmern. Mithilfe eines anderen Diamanten als Werkzeug wird an der Markierung eine Fuge geschnitten. Der Spalter montiert dann den Diamanten in eine Halterung, setzt einen Stahlkeil in die Fuge am Diamanten und schlägt mit einem Hammer fest auf den Keil, sodass dieser den Diamanten an der Fuge aufspaltet.

Sägen

Die dritte Stufe (oder die zweite, falls keine Spaltung notwendig ist) ist das Sägen. Eine spezielle Säge besteht aus einer papierdünnen Scheibe aus Phosphorbronze, die sich mit etwa 4000 Umdrehungen pro Minute an einer horizontalen Achse dreht. Der Säger montiert den Diamant in eine Halterung, die ihn von oben an das Sägeblatt heranführt. Die Kante des Blattes ist mit feinstem Diamantstaub bestrichen, was dazu führt, dass es sich während des Sägeprozesses durch den Diamanten mit dessen Diamantstaub auflädt. Die Säge schafft es innerhalb von 4 bis 8 Stunden durch einen Diamant von einem Karat, es kann jedoch sehr viel länger dauern, falls die Säge auf einen Knoten im Inneren des Steins trifft.

Laser-Sägen

Heutzutage wird bei der Diamantverarbeitung oft Laserausrüstung verwendet, die sehr viel akkurater und effizient arbeitet. Die Laser-Säge revolutionierte den Diamantschliff als sie in den 1930er Jahren eingeführt wurde. Der Stein wird dabei wieder in einer Halterung befestigt, die ihn durch den leistungsstarken Laserstrahl führt, während der Prozess am Bildschirm überwacht wird. Das verbrannte Graphit, welches die hohe Temperatur des Lasers auf beiden Seiten des Steins beim Schneiden produziert, bleibt als schwarzer Abdruck zurück. Daher müssen diese Seiten später poliert werden. In manchen Fällen verliert der Stein so mehr Gewicht als beim herkömmlichen Sägen.

Der größte Vorteil des Laser-Sägens besteht in seiner Präzision. Es gibt keine sich abnutzende Schnittkante und beim Laser besteht weniger Wahrscheinlichkeit, dass der Diamant sich verformt, da die Hitze sich auf ein kleines Areal beschränkt. Da diese Methode weniger Abrieb des Steins hervorruft, ist sie außerdem sicherer – trotz hoher Temperaturen. Effizienz ist natürlich auch ein Vorteil, da weniger Handarbeit und High-Speed-Technologie zu schnellerer Produktion führen.

Reiben

Der nun folgende Schritt nennt sich Reiben. Dabei wird der Stein im Einspannfutter einer Drehbank platziert und beim Drehen mit einem zweiten, sogenannten Arbeitsdiamanten bearbeitet, der ebenfalls in einer Halterung steckt. Dieser Prozess führt zu einer runden Form bzw. Kegelform.

Facettieren

Nachdem der Diamant gerieben wurde, wird er vom Lapidär bearbeitet. Dieser ist darauf spezialisiert, den Stein mit den ersten 18 Facetten bei einem Brillantschliff zu belegen. Danach werden die fehlenden 40 Facetten geschliffen, falls der Diamant im Brillantschliff mit 58 Facetten geschliffen wird. Für das Belegen und Polieren wird der Stein in eine mechanische Halterung gespannt und kopfüber auf eine Metallscheibe mit eingegossenem Diamantstaub gehalten. Die Facettierung erfordert spezielle Aufmerksamkeit, da alle Winkelstellungen der einzelnen Facetten stimmen müssen und ihre Größe regulierte werden muss, um die maximale Brillanz zu erreichen.

Finish

Sobald der voll facettierte Diamant überprüft und akzeptiert wurde, wird er in Salz- und Schwefelsäuren gebadet, um Rückstände von Staub und Öl zu entfernen. Erst dann ist der Bearbeitungsprozess beendet. Solche losen Diamanten können dann an Großhändler, Hersteller oder Einzelhändler geliefert werden, die daraus den Schmuck für die Kunden herstellen.

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